Audit-Tool
reflect – review and evaluation framework for layouts, experience, compliance, and testing
Eine Webanwendung zum gemeinsamen Testen und Dokumentieren von digitaler Barrierefreiheit in Echtzeit (derzeit noch in Entwicklung).
Gemeinsame Echtzeit-Überprüfung
Das folgende Konzept zeigt, wie das gemeinsame, gleichzeitige Prüfen einer Webseite funktionieren soll. Die zu testende Webseite wird innerhalb der Webanwendung geladen und jedes Element kann z.B. auf korrekte Syntax oder technische Umsetzung geprüft und dokumentiert werden. Dabei können mehrere Nutzer gleichzeitig verschiedene Elemente einer Webseite in Echtzeit prüfen. Dieser Teil des Audit-Tools ist derzeit noch in Konzeption.

Dashboard
Der Startpunkt nach dem Login in die Anwendung ist das Dashboard. Dieses bietet eine Übersicht über eigene Projekte und sog. „Workspaces“ (Arbeitsbereichen), Projekte an denen mitgearbeitet wird, einen Überblick über aktuell gefundene Probleme und Anmerkungen („Issues“) und Statistiken zu verschiedenen Metriken (z.B. welche der Anforderungen am meisten Probleme bereitet).




Audit-Projekt
Projekt-Erstellung und Projekt-Verwaltung
Jede Überprüfung findet in einem eigenen Audit-Projekt statt. Es lässt sich kategorisieren, ob es sich um eine Webseite, App, PDF, E.-Mail oder ein Design System Pattern handelt. Außerdem lässt sich zuweisen, nach welchen Prüfkriterien getestet wird (z.B. WCAG 2.2 oder BITV 2.0) und Projekt-Beispiele hochladen.
Es lassen sich automatisierte und manuelle Tests durchführen.




Automatisiertes Testen
Das automatisierte Testen funktioniert über einen Hintergrunddienst, der eine Webseite in einem sog. „Headless Browser“ (Playwright) lädt und mit Hilfe einer JavaScript-Engine („axe-core“) die geladene Seite auf WCAG Kriterien prüft. Im Zuge des Prozesses wird ein Screenshot der getesteten Webseite angefertigt und die Testergebnisse ausgegeben. Aus den gefundenen Fehlern können „Issues“ für die Kriterien des Prüfkatalogs angelegt werden.



Manuelles Testen
Da das automatisierte Testen typischerweise nur einen Bereich von höchstens 30 % bis 60 % abdeckt, ist ein manuelles Testen erforderlich. Zu jedem Prüfkriterium gibt es eine kurze Beschreibung des Prüfziels, in welchen Fällen es anwendbar ist, Testanweisungen und die Möglichkeit gefundene Fehler/Hinweise („Issues“) zu dokumentieren.
Jedes „Issue“ lässt sich einteilen in verschiedene Schweregrade und, um welche Art es sich handel (z.B. um einen Fehler oder eine Empfehlung). Außerdem lässt sich jedem „Issue“ zuweisen, welche Rolle zur Behebung notwendig ist. Dies macht es für Arbeitsgruppen mit Mitgliedern aus verschiedenen Fachabteilungen einfacher in der Zuteilung der Probleme.
Jedes „Issue“ kann als „gelöst“ („resolved“) markiert werden. Dabei wird registriert, von welchem Benutzer das Problem als markiert gelöst wurde.






Erstellen von Prüfberichten (Reports)
Ein Teil der Anwendung sind die zusammenfassenden Prüfberichte und Auswertungen aus den Audits. Diese bieten einen schnellen Überblick über die Fehler und offenen Aufgaben. Die Prüfergebnisse lassen sich auch teilen (z.B. Kunden, die nicht in der Anwendung registriert sind). Es lässt sich ein spezieller Link erstellen, der kopiert und verschickt werden kann. Um den Link erstellen zu können, ist es erforderlich, ein Passwort zu vergeben. Wenn nicht eingeloggte oder registrierte Betrachter den Link öffnen, gelangen sie auf eine Passwort-Eingabe-Maske. Nach erfolgreicher Passwort-Eingabe wird der Bericht angezeigt.






Verwaltung auf Benutzer-Ebene
Derzeit auch noch im Aufbau befindet sich der Bereich zum Verwalten der Benutzereinstellungen, wie persönliche Daten, Ändern des Passworts, eine Übersicht der aktiven Sessions sowie Einstellungen für die Darstellung, Barrierefreiheit und Benachrichtigungen.


Administration
Über den Bereich des „Application Managements“ lassen sich für Benutzer mit Administrator-Rolle die Anforderungs-Kataloge, deren Anforderungs-Kriterien und einzelnen Anforderungen verwalten und neu anlegen. Außerdem ist hier eine Verwaltung aller Benutzer möglich.




Anmerkungen
Idee, Konzept und Umsetzung wurden vollständig von mir entwickelt. Für die Programmierung nutze ich künstliche Intelligenz als Unterstützung. Die gezeigten Beispiele des Audits der Startseite der Technologiezentrum Glehn GmbH entstanden in einer Phase der Zusammenarbeit mit den Entwicklern des Webauftritts und spiegeln nicht den aktuellen Stand der Barrierefreiheit von http://tzg.online wider, sondern dienen lediglich zur beispielhaften Einsatz des Audit-Tools. Das gesamte Projekt befindet sich derzeit noch in der Entwicklung.